Autor: Harald R. Preyer

  • Konzentration – eine Frage der Haltung

    Als Trauerredner werde ich jede Woche mit hunderten Informationen konfrontiert, von denen ich die wesentlichen und berührenden in meine Trauerrede einfließen lasse.

    Die gesamte Beerdigung wird umso tröstlicher, je persönlicher sie ist.

    Oft werde ich nach der Trauerfeier von Gästen gefragt, wie ich mir all das merke. Ich habe dazu im Laufe der Jahre zwei Erkenntnisse aus Coachings mit meinem Freund, dem bekannten Neurologen und systemischen Coach Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek umgesetzt:

    Erstens: Wir können gleichzeitig nur eine Sache wirklich gut machen. Und zweitens: Konzentration ist vor allem eine Frage der aufmerksamen Haltung. Dieser ZEIT-Test hat mir bestätigt, wie wertvoll diese Erkenntnisse sind.

    Konzentration ist kein Talent und keine Technik, sondern eine Haltung. Wer wirklich zuhört, muss nichts „abspeichern“ – das Wesentliche prägt sich ein, weil es berührt.

    In der Trauerarbeit zeigt sich das besonders deutlich: Nicht die Menge der Informationen tröstet, sondern die Qualität der Aufmerksamkeit. Präsenz ist die stille Voraussetzung für echtes Erinnern.



    Sie können den Test hier selbst kostenlos machen. Ich habe meinen Link für Freunde kostenlos geteilt.

  • Gaudete – Freude, die Anstoß erregt

    Kurzfassung zur Predigt von P. Johannes Paul Abrahamowicz OSB

    Gaudete lädt nicht zu oberflächlicher Freude ein, sondern zu einer nüchternen, tragfähigen Hoffnung.
    Johannes der Täufer fragt aus dem Gefängnis heraus: Bist du der, der kommen soll?
    Jesus antwortet sachlich: mit dem, was man sehen und hören kann.

    Doch all diese Zeichen sind vergänglich.
    Geheilte sterben. Auferweckte sterben wieder.
    Sachlich betrachtet endet alles.

    Darum fügt Jesus den entscheidenden Satz hinzu:
    „Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.“

    Der eigentliche Anstoß ist seine Botschaft:
    Dass das Leben über den Tod hinausgeht.
    Dass Liebe stärker ist als alles – sogar stärker als der Tod.

    Für viele klingt das wie Unsinn.
    Paulus nennt es offen Torheit – und zugleich die Weisheit Gottes.

    Diese Weisheit feiern wir:
    Eine Liebe, die sich hingibt.
    Eine Liebe, von der wir leben.
    Eine Liebe, die nicht aufhört.

    Freut euch.


    Hans Urs von Balthasar meint zu den Texten von heute:

    „Bist du es?“ Es gehört zum kommenden Blutzeugnis des Täufers, dass er im Kerker diese ihm von Gott auferlegte Dunkelheit durchmachen muss. Einen Gewaltigen, der mit Geist und Feuer tauft, hatte er erwartet. Und nun kommt im Evangelium dieser Sanfte, der „den glimmenden Docht nicht löscht“.

    Jesus beruhigt seine Unruhe, indem er ihm zeigt, dass die Prophezeiung sich in ihm erfüllt: in leisen Wundern, die gleichzeitig den vertrauenden Glauben fördern: „Selig, wer an mir keinen Anstoß nimmt.“

    Vielleicht ist gerade dieses dem Zeugen auferlegte Dunkel der Grund, warum ihn Jesus vor der Volksmenge rühmt: er ist wirklich der, als den er sich verstanden hat: der vor Jesus her geschickte Bote, der den Weg bereitet hat. Er hat sich als bloße Stimme in der Wüste bezeichnet, die dem Wunder des kommenden Neuen vorausklingt, und wirklich: der Kleinste im kommenden Reich ist größer als er, der sich zum Alten gehörig eingeschätzt hat, und der doch als „Freund des Bräutigams“ gerade durch seine platzmachende Demut vom Licht der neuen Gnade überstrahlt wird.

    Er steht auf den Ikonen mit Maria der Mutter, die auch vom Alten Bund herkommt und in den Neuen übergeht, rechts und links vom Weltenrichter.

    Hans Urs von Balthasar (Schweizer Theologe, 1905–1988), aus: Ders., Licht des Wortes. Skizzen zu allen Sonntagslesungen, 12 f., © Johannes Verlag Einsiedeln, Freiburg i. Br., 4. Auflage 2012

  • Wo zwei oder drei

    Matthäus 18,15–20

    Vom Umgang mit schuldig gewordenen Brüdern – Die Kraft des gemeinsamen Gebets

    15 Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen.
    16 Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden.
    17 Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.

    18 Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.

    19 Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.

    20 Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

    Beispiele und eine kurze Erklärung zum Thema „Fürbitten“ findest Du auf einer eigenen Seite.

  • Reichtum und Trauer

    „Milliardärinnen mehren ihr Vermögen zum vierten Mal in Folge schneller als ihre männlichen Kollegen.“
    (UBS-Studie, zitiert nach Benjamin Cavalli)

    Finanzen, Geld, Vermögen – sie strukturieren unsere Welt, verschieben Machtachsen und eröffnen Möglichkeiten. Doch im Trauerfall verlieren diese Größen ihre vermeintliche Schwerkraft.

    Meine Erfahrung ist eine andere: Je größer das äußere Vermögen, desto sichtbarer wird oft die innere Leerstelle. Nähe zu Gott, Beziehung, Versöhnung, gelebte Liebe – all das lässt sich weder erben noch vermehren.

    Wenn Geld im Abschied überhaupt wirkt, dann oft umgekehrt proportional: Es kann ablenken, verzögern, betäuben. Trost aber entsteht nicht aus Zahlen, sondern aus Sinn.

    Umso aufmerksamer gilt es den Fokus der Gespräche und Zeremonien auf das Wesentliche zu lenken – auf das Begleiten mit der Zusage, dass nie alleine ist, wer auf Gott vertraut.

  • Selig durch Dich auf ewig

    Du, ewigen Lichtes Quell,
    hole mich heim, in dich zurück,
    von wo ich gekommen,
    du, tiefster Grund allen Lebens.

    Lass mich erkennen,
    wie ich erkannt bin, lieben,
    wie ich geliebt bin.

    Dich, mein Gott,
    werd ich sehen,
    wie du bist,
    werd dich schauen,
    genießen, besitzen,
    selig durch dich
    auf ewig.

    Gertrud von Helfta


    Die heilige Gertrud von Helfta, auch Gertrud die Große, (* 6. Januar 1256; † 17. November 1301 oder 1302) war eine Zisterzienserin und Mystikerin im Kloster Helfta bei Eisleben. Die hl. Gertrud gehört zu den herausragenden Frauen des Mittelalters; als einzige deutsche Heilige trägt sie den Beinamen die Große. Durch Gertrud von Helfta, ihre Lehrerin Mechthild von Hackeborn und ihre Mitschwester Mechthild von Magdeburg galt Helfta als „Krone der deutschen Frauenklöster“.In der katholischen Kirche wird Gertrud von Helfta als Heilige verehrt.

  • Der rilkeische Einsegner

    Nicht sprechen zuerst.
    Still werden,
    bis die Stimmen sich sammeln
    wie Staub im späten Licht.

    Dann hören:
    was zwischen den Worten atmet,
    was sich nicht sagen ließ
    und dennoch blieb.

    Der Schmerz will nicht fort.
    Er will getragen werden,
    wie man ein Kind trägt,
    das müde ist vom Gehen.

    Man erklärt ihm nichts.
    Man bleibt.

    Und mitten im Schweren
    öffnet sich ein Raum –
    nicht weil alles gut wäre,
    sondern weil etwas hält.

    Segen geschieht leise.
    Nicht von oben.
    Sondern dort,
    wo Nähe standhält.

    Niemand soll
    auf der Schwelle
    ohne Gegenwart bleiben.

    Und Bleibendes
    schafft
    der Dichter.

    Nicht alleine.

    Geliebt.

    Der Einsegner nach Rainer Maria Rilke

  • Der Einsegner

    Am Anfang steht für mich das Zuhören.
    Bevor ich spreche, lasse ich Raum entstehen.
    Raum, in dem Menschen erzählen dürfen, ohne unterbrochen zu werden.
    Raum, in dem alles gesagt werden darf –
    auch das Widersprüchliche, das Unfertige.

    Ich höre nicht nur Worte.
    Ich höre auch das, was zwischen den Sätzen liegt:
    Schuld und Dankbarkeit, Liebe und Zorn, Nähe und Entfernung.
    Dem, was da ist, begegne ich mit Aufmerksamkeit und Respekt.

    Ich stärke, ohne zu beschönigen.
    Den Tod erkläre ich nicht weg.
    Was weh tut, darf bleiben.
    Anerkennung und Würdigung sind meine Antwort auf ein gelebtes Leben.

    Mitgefühl ist für mich kein Mitleid.
    Mitgefühl heißt Mitgehen.
    Den Schmerz nicht zu nehmen, aber ihn tragbar zu machen.
    Niemand soll in dieser Stunde allein bleiben.

    Wo Menschen ehrlich werden dürfen, kann Heilung beginnen.
    Nicht als Technik, nicht als Therapie,
    sondern als leises Aufatmen der Seele.

    Ich schenke Zuversicht.
    Nicht als Versprechen, sondern als Einladung.
    Die Einladung, dass Liebe bleibt.
    Dass Beziehung nicht endet.
    Dass der Abschied nicht das letzte Wort ist.

    Ich lasse die Liebe Gottes spürbar werden.
    Nicht durch Erklärungen, sondern durch Haltung.
    Durch Würde, Wärme und Gegenwart.

    Ich bin ein angenehmer Mensch in einer schweren Stunde.
    Ich heiße willkommen – auch im Schmerz.
    Und ich helfe, aus einem Abschied ein Ankommen zu machen:
    bei sich selbst, bei der eigenen Geschichte, bei dem, was trägt.

    Ich bitte Gottes Hilfe herab.
    Still oder ausgesprochen.
    Ich öffne einen Raum, in dem Versöhnung möglich wird –
    mit dem Leben, mit dem Tod, mit Gott.

    Am Ende segne ich.
    Nicht, weil alles gut ist.
    Sondern weil niemand alleine gehen soll.

    Wien, am 12.12.2025, HRP

  • In guten Händen

    Es gibt Kolleginnen und Kollegen, die ich sehr schätze, obwohl sie eigentlich auch Mitbewerber sein könnten.

    Hannes Benedetto Pircher ist für mich ein solcher Mensch.

    Wir kommen beide aus Tirol und begegnen einander an den Rändern des Unaussprechlichen – dort, wo Worte verletzen können, aber manchmal auch heilen. Hannes ist ein Meister der behutsamen Sprache und ein feiner Zuhörer. Viele Familien, die auch ich begleite, kennen ihn als jemanden, der Trost schenken kann, ohne je zu vereinfachen.

    Ich empfehle Hannes von Herzen weiter – und wüßte meine eigenen Familien bei ihm in guten Händen, wenn ich verhindert bin und Menschen in ihren schwersten Stunden einen verlässlichen Begleiter brauchen.


    Trost ist kein Produkt unserer Sprache, sondern unserer Haltung.
    Bevor ein einziges Wort gesprochen wird, spüren Trauernde, ob jemand erreichbar ist. Der erste Anruf, die erste Stimme nach einem Verlust, kann ein ganzes inneres System beruhigen. Trost beginnt dort, wo jemand den Mut hat, zuzuhören, ohne zu erklären oder zu korrigieren.

    Das Interview mit meinem Tiroler Kollegen Hannes Benedetto Pircher erinnert daran, dass Trost auf drei Pfeilern ruht:
    Präsenz. Vertrauen. Wahrhaftigkeit.

    Wir sprechen nicht, um Stille zu füllen, sondern um einen Raum zu öffnen, in dem Tränen, Dankbarkeit, Liebe und Fragen ihren Platz finden dürfen. Worte kommen erst später – und dann nur jene, die die Angehörigen selbst tragen können.

    Trost geschieht im Ankommen.
    Die Trauerrede ist erst die sichtbare Form eines viel früheren, viel stilleren Dienstes.

    Rituale geben Kraft.

  • Aus der eigenen Tiefe begleiten

    „Der Leidende ist der Lehrende.“
    (Viktor E. Frankl)


    Glaubwürdigkeit entsteht nicht dort, wo ein Mensch unversehrt bleibt, sondern dort, wo er gefallen ist – und wieder aufsteht.

    Mein eigener Weg war alles andere als geradlinig. Ein Studium, das ich nicht zu Ende geführt habe. Jahrzehnte der Abhängigkeit. Fehler, die Beziehungen zerstört haben. Verantwortung, der ich ausgewichen bin. Eine strafrechtliche Verurteilung. Eine Notoperation in Kiew, die mir das Leben rettete – und zugleich den letzten Abgrund zeigte. In dieser Nacht am 8. Dezember 2019 zwischen Leben und Tod habe ich etwas erfahren, das ich mir nicht selbst geben konnte: Gnade.

    Das war der Wendepunkt. Seitdem hat sich mein Leben vereinfacht und es hat einen Sinn bekommen, der trägt. Heute stehe ich als Lektor im Stephansdom am Ambo, spreche Gottes Wort, und ich stehe an den Gräbern anderer Menschen und begleite ihre Familien als christlicher Trauerredner.

    Ich könnte diesen Dienst nicht tun, wäre mein eigenes Leben nicht auch durch Leid geformt worden. Frankl hat recht: Der Leidende wird zum Lehrenden – nicht, weil er „besser“ wäre, sondern weil er die Dunkelheit kennt und deshalb ein anderes Licht sehen kann.

    Authentizität entsteht nicht aus Perfektion, sondern aus Erlösung. Und wer selbst erfahren hat, was Gnade bedeutet, kann anderen Hoffnung zusprechen, ohne zu belehren. Ich lebe heute aus Dankbarkeit – und aus dem Wissen, dass Gott jeden Menschen dort abholt, wo niemand sonst mehr hinreicht.


    Harald R. Preyer, geboren am 3. Mai 1963 in Innsbruck, war ab 1990 weltweit Unternehmensberater für Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit. Seit seinem 60. Lebensjahr arbeitet er aus innerer Berufung als christlicher Trauerredner.
    Jeden Sonntag um 12:00 Uhr tut er im Wiener Stephansdom Dienst als Lektor und Kommunionspender in der Orgelmesse. Anschließend führt er regelmäßig kleine Gruppen im Rahmen seiner Sonderführung „Der Stephansdom – eine Liebesgeschichte“ zu Orten im Dom, die sonst verborgen bleiben.
    Harald ist mit Yuliya verheiratet, Vater von drei erwachsenen Kindern – und wird oft begleitet von seinem besten Freund „Teddy“, einem asiatischen Chow-Chow.“

  • Der Tod ist kein Fehler im System

    Die Worte des Papstes über Transhumanismus berühren einen wunden Punkt unserer Zeit: den Versuch, den Tod technisch zu überlisten. Die transhumanistische Sehnsucht nach einer verlängerten oder gar unendlichen Biografie entspringt weniger Mut als Angst — der Angst, dass unser Leben ohne Fortsetzung seinen Sinn verlieren könnte.

    Doch Leo XIV. erinnert an eine Wahrheit, die älter ist als jede Technologie: Der Mensch ist nicht dazu geschaffen, sich selbst zu konservieren, sondern sich zu vollenden. Nicht die technische Verlängerung, sondern die geistige Weitung des Lebens macht uns menschlich.

    Der Tod ist kein Fehler im System, den man reparieren muss, sondern ein Übergang, der unser Leben erst perspektiviert. Wer den Tod abschafft, schafft auch den Sinn ab: Denn Sinn entsteht dort, wo Endlichkeit Verantwortung, Tiefe und Liebe hervorruft.

    Ewigkeit ist kein Produkt der Technik, sondern eine Gabe Gottes. Und humanistisch gesprochen: Ein Leben, das vor dem Tod nicht reift, würde auch nach dem Tod nicht blühen.

    Der Papst hat dazu klare Worte gefunden.


    Papst Leo XIV. kritisiert Transhumanismus

    Leo XIV. hat bei seiner Generalaudienz Vorstellungen des Transhumanismus kritisiert. Vor allem nahm er an diesem Mittwoch Gedankenspiele reicher Amerikaner aufs Korn, sich mithilfe der Technik ein ewiges Leben zu sichern.

    Stefan von Kempis – Vatikanstadt

    Ein „authentisches Leben“ werde in dem Bewusstsein geführt, „dass unser irdisches Leben uns auf die Ewigkeit vorbereitet“, so der amerikanische Papst auf dem Petersplatz in Rom.

    „Dennoch versprechen viele aktuelle anthropologische Vorstellungen immanente Unsterblichkeit und theoretisieren die Verlängerung des irdischen Lebens durch Technologie. Es ist das Szenario des Transhumanen, das sich am Horizont der Herausforderungen unserer Zeit abzeichnet. Kann der Tod wirklich durch die Wissenschaft besiegt werden? Aber könnte uns dieselbe Wissenschaft dann auch garantieren, dass ein Leben ohne Tod auch ein glückliches Leben ist?“

    Was uns von den Tieren unterscheidet
    Leos Ansprache vor Tausenden von Menschen kreiste um das „Geheimnis des Todes“ und den Wunsch nach Leben und Ewigkeit. Heutzutage gelte der Tod oft als „Tabu, ein Ereignis, das man fernhalten muss“. Das liege wohl daran, dass wir Menschen (anders als die Tiere) um die Unausweichlichkeit unseres Todes wissen – und zugleich machtlos dagegen sind.

    „Der heilige Alfons Maria de‘ Liguori reflektiert in seinem berühmten Werk ‚Apparecchio alla morte‘ (Vorbereitung auf den Tod) über den pädagogischen Wert des Todes und betont, dass dieser ein großer Lehrer des Lebens ist. Das Wissen um seine Existenz und vor allem das Nachdenken darüber lehren uns, zu entscheiden, was wir wirklich mit unserem Leben anfangen wollen.“

    Der Tod steht nicht im Gegensatz zum Leben
    Das Ereignis der Auferstehung Christi offenbare, „dass der Tod nicht im Gegensatz zum Leben steht, sondern als Übergang zum ewigen Leben ein wesentlicher Bestandteil davon ist“. Nur die Auferstehung sei „in der Lage, das Geheimnis des Todes vollständig zu erhellen“.

    „Der Auferstandene ist uns in der großen Prüfung des Todes vorausgegangen und dank der Kraft der göttlichen Liebe siegreich daraus hervorgegangen. So hat er uns den Ort der ewigen Erquickung vorbereitet, die Heimat, in der wir erwartet werden; er hat uns die Fülle des Lebens geschenkt, in dem es keine Schatten und Widersprüche mehr gibt. Dank ihm, der aus Liebe gestorben und auferstanden ist, können wir zusammen mit dem heiligen Franziskus den Tod als ‚Schwester‘ bezeichnen. Ihn mit der sicheren Hoffnung auf die Auferstehung zu erwarten, bewahrt uns vor der Angst, für immer zu verschwinden…“

    Link zum Artikel von vatican news.