Wir vertrauen auf die Liebe Gottes – und sind damit schon im Paradies.
Im Denken des Hinduismus erscheint die Welt als Kreislauf großer Zeitalter – Aufstieg und Verfall folgen einander.
Und doch kennt auch diese Tradition die Möglichkeit der Befreiung schon im Leben: Jivanmukti, die innere Freiheit eines Menschen, der nicht mehr gebunden ist.
Das Christentum geht einen anderen Weg. Es denkt Zeit nicht als Kreis, sondern als Beziehung. Nicht das Aufgehen im Ganzen erlöst – sondern das Getragen-Sein in der Liebe Gottes.
Darum ist Paradies kein später Ort.
Es beginnt dort, wo ein Mensch vertraut.
Nicht weil alles gut ist.
Sondern weil er sich gehalten weiß.
