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  • Teddy

    Heute hat mich Teddy auf den Friedhof begleitet. Es gibt in Aspern einen kleinen Pausenbereich für die Mitarbeiter, wo er willkommen ist und bei einer Schüssel Wasser auf mich warten kann. Auf den Friedhof selbst darf er ja nicht.

    Im Auto hat mir Teddy dann erzählt, dass er sehr stolz auf mich war. Weil die Menschen, die traurig kamen, fröhlich gegangen sind. Teddy spürt das. Nicht umsonst hatte Sigmund Freud zwei Chow Chow als Therapiehunde.

    Und dann hat er noch gehört, wie Michael zu mir sagte: „Schön, wenn Du zu uns kommst, Harald. Bei Dir ist alles ganz anders. In den 40 Jahren die ich da bin, habe ich selten so persönliche Feiern erlebt wie mit Dir.“

    Teddy hat schon viel erlebt und schreibt kurze Geschichten.

  • Tränen

    Unsere Tränen fallen nicht ins Leere. Sie werden aufgefangen – von denen, die uns lieben, und von der  Hand, die uns hält.

    Und eines Tages, wenn alle Tränen getrocknet sind, umarmen wir uns wieder.

  • Schuldgefühle

    Erlaubt schon.

    Verpflichtend? Nein.

    Der verstorbene geliebte Mensch sieht jetzt das Ganze – und schmunzelt wahrscheinlich über das, worüber Du Dir gerade den Kopf zerbrichst.

  • Abschied

    Wenn ein geliebter Mensch geht, bleibt seine Seele in unserer Nähe – zum Greifen nahe.

    Jenseits von Zeit und Raum – verbunden durch die Liebe.

    Die Liebe, die bleibt – und uns irgendwann wieder zusammenführt.

  • Schmerz

    Den spürst Du, weil in Dir Liebe herrscht. 

    Der Schmerz zeigt, wie tief ein Mensch Dein Herz berührt.

    Wer so geliebt wurde, bleibt für immer in dir.

    Und doch hat das Leben auch Platz für Neues freigehalten.

  • Trotzdem

    Darf ich fröhlich blicken, obwohl ich trauere?

    Ja. Dein Lächeln im Herzen ist der Applaus der Seele, wenn sie sieht, dass das Leben siegt. 

    Auch der geliebte verstorbene Mensch freut sich bestimmt über Dein Herzens-Lachen.