Die Brücke bleibt
Wenn ein geliebter Mensch stirbt, zerbricht etwas. Ein Klang verstummt. Eine Stimme fehlt. Doch etwas bleibt – etwas ganz Entscheidendes: die Liebe.
Diese Liebe, die du in deinem Herzen trägst, ist mehr als Erinnerung. Sie ist eine Brücke. Zwischen dem, was war, und dem, was bleibt. Zwischen Diesseits und Jenseits. Von Herz zu Herz. Von Seele zu Seele.
„Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf.“
(1 Korinther 13,7–8 )
Manchmal spüren wir diesen unsichtbaren Faden, wenn wir an den Verstorbenen denken. In einem Traum. In der Stille. In einem Moment des Lichts. In einem Gebet.
„Wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.“
(1 Johannes 4,16)
In der Liebe bleiben – das heißt auch: in Gott bleiben. Und Gott ist größer als der Tod. Größer als unsere Tränen. Er verbindet uns, wenn wir glauben, dass alles verloren ist. Und: Er macht Begegnung möglich – innerlich, leise, kraftvoll.
„Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte […]
kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“
(Römer 8,38–39 )
Diese Liebe trägt dich durch die Zeit der Veränderung. Sie macht es möglich, weiterzugehen – nicht getrennt, sondern verbunden. Und manchmal spüren wir: Der geliebte Mensch ist da. Nicht sichtbar, aber nahe.
Die Brücke bleibt.
Und auf dieser Brücke: Liebe.
Quelle: Der Gedanke, dass die Liebe eine Brücke sei, kommt von einer lieben Freundin, deren Mann Anfang Dezember 2024 über diese Brücke in den Himmel gegangen ist und dort auf uns wartet.