Schlagwort: Licht

  • Hoffnung und Zuversicht

    Gottes Maßstäbe sind andere als die, die unter uns Menschen gelten. Ihn bitten wir:

    Bitten

    A: Nimm uns an, du unser Vater.

    – Mit unseren Fehlern und Schwächen.
    – Mit unserem Kleinmut und unseren Ängsten.
    – Mit unserer Hoffnung und Zuversicht.

    A: Nimm uns an, du unser Vater.

    Vaterunser

    Oration

    Allmächtiger Vater, komm in unser Herz und erleuchte es durch dein Licht, damit wir deine Weisungen erkennen und dir als unserem König folgen auf dem Weg, den du uns führst. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
    Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch, aus dem Morgengebet vom 30.1.2026

  • Wer hat, dem wird gegeben

    Aus dem hl. Evangelium nach Markus    
    Mk 4, 21–25

    In jener Zeit sprach Jesus: Zündet man etwa eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel oder unter das Bett? Stellt man sie nicht auf den Leuchter? Denn es gibt nichts Verborgenes, das nicht bekannt werden soll, und nichts Geheimes, das nicht an den Tag kommen soll. Wenn einer Ohren hat zum Hören, so höre er!
    Weiter sagte er: Achtet auf das, was ihr hört! Nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden, ja, es wird euch noch mehr gegeben. Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.

    Impuls zum Evangelium

    Licht, das wissen wir, macht nur Sinn, wenn es sichtbar ist. Licht im Verborgenen, dort wo es niemandem nützt, wo es nichts erhellt, ist nutzlos. Im heutigen Evangelium erinnert Jesus daran, dass alle Menschen etwas in sich haben, das leuchten und ausstrahlen kann – Mitgefühl, Achtsamkeit, Gaben und Fähigkeiten. Warum lassen wir sie so oft nicht strahlen, hinausstrahlen zu den Mitmenschen und in die Welt? Warum verstecken wir – gleich dem Licht unterm Bett –, was Gott in uns gelegt hat und was eigentlich zu leuchten bestimmt ist? Aus Bequemlichkeit, Angst, Vorsicht oder anderen Gründen?
    Jesus erinnert daran, das (eigene) Licht ausstrahlen zu lassen, und ermahnt zugleich, aufs Hören, auf Maßstäbe und den mitmenschlichen Umgang zu achten. Er traut jedem und jeder von uns zu, zu leuchten, sichtbar zu sein, wahrhaftig, mutig und einmalig. Nicht perfekt, aber echt. Und unsere Zeit braucht Menschen, die Licht machen, die Licht sind – nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch vom 29.1.2026

  • Licht

    Lasst uns beten zu Gott, dem Grund unserer Hoffnung:

    A: Lass dein Licht leuchten.

    – Für uns, damit wir dich finden
    – In uns, damit wir uns freuen.
    – Durch uns, damit unsere Welt hell wird.

    A: Lass dein Licht leuchten.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch
    aus dem Morgengebet vom 29.1.2026

  • Fürbitten

    Lasst uns beten für alle Menschen, die sich von Gott verlassen fühlen:

    V: Du unser Licht in der Nacht,   A: bleib uns nah.

    Für alle, die sich schwertun, ihren Platz im Leben zu finden;
    – lass sie Halt finden bei nahestehenden Menschen und zugewandten Seelsorgern.
    Für alle, deren Glaubensvorstellungen ins Wanken geraten sind;
    – lass sie in der Begegnung mit anderen Glaubenden neue Sicherheit gewinnen.
    Für alle, die in einer Notsituation der Verzweiflung nahe sind;
    – erweise ihnen deine Treue, wenn selbst das Gebet ihnen nicht weiterhilft.
    Für alle, die von Depression geplagt sind und keine Kraft mehr haben;
    – dass sie sich auf ihr Umfeld verlassen können und in kleinen Schritten zurück ins Leben finden.
    Für alle, denen am Ende ihres Lebens alles zu zerrinnen scheint, worum sie sich abgemüht haben;
    – lass ihnen im Tod der Sinn ihres Einsatzes aufgehen und schenke ihnen die Fülle deines Lebens.

    V: Du unser Licht in der Nacht,   A: bleib uns nah.

    Quelle: Magnificat vom 24.1.2026

  • Sun of my Soul

    Sonne des Lebens, Licht der Welt,
    du hast den Tag für uns erhellt,
    mit deinem Atem uns erfüllt,
    als du uns schufst nach deinem Bild.

    Licht aus der Höhe, Stern der Nacht,
    du hast den Völkern Heil gebracht.
    Wo ist das Dunkel, wo der Tod,
    wenn du uns leuchtest in der Not?

    Tag ohne Abend, Morgenstern,
    du rufst uns heim von nah und fern.
    Selig, wer dich vor Augen hat,
    wenn du uns führst in deine Stadt.

    Achim Budde nach Gen 1 f., Lk 1 f. und Offb 21 f.,
    © beim Autor
    Melodie: Herbert Stanley Oakeley (1830–1903)
    „Sun of my soul, thou saviour dear“ (1874)

  • Te homo laudet

    Dich, hoher Schöpfer,
    lobe der Mensch mit
    Leib und Seele,
    Heil sich erhoffend.
    Klein und gering nur
    steht er im Weltall.

    Doch er allein trägt,
    Schöpfer, dein Abbild
    leuchtend im Geiste,
    wenn er im Leben
    lauteren Herzens,
    Höchster, dir huldigt.

    Gott unsrer Seele,
    Licht unsres Lebens,
    Lob unsrer Lippen:
    Fülle das Herz uns,
    dass wir dich lieben,
    Vater im Himmel.

    Nach: Te homo laudet; Alkuin, † 804

  • Visionen hören

    Gepriesen sei Gott, der heute wie jeden Tag zu uns sprechen will. Lasst uns bereit sein für ihn und rufen:

    V: Rede, Herr, A: dein Diener hört.

    In unserer Zeit sind deine Worte selten geworden;
    – gib, dass wir dein Wort annehmen und es weitersagen.
    Menschen mit Visionen braucht unsere Zeit mehr denn je;
    – gib uns Einsicht in das, was du mit uns vorhast.
    Dein Licht ist noch nicht erloschen;
    – öffne uns die Augen für deine Gegenwart auch dort, wo wir dich nicht vermuten.

    V: Rede, Herr, A: dein Diener hört.


    Diese Bitten sind kein lautes Fordern, sondern ein stilles Bereitsein. Sie gehen davon aus, dass Gott spricht – nicht nur gestern oder in außergewöhnlichen Momenten, sondern heute, im Gewöhnlichen. Die eigentliche Frage richtet sich nicht an Gott, sondern an uns: Sind wir hörfähig geworden?
    In einer Zeit, die von Meinungen übervoll ist, wird Hören zur geistigen Disziplin. Visionen entstehen nicht aus Lautstärke, sondern aus Aufmerksamkeit. Wer sich dem Licht anvertraut, lernt, Gegenwart auch dort zu erkennen, wo sie nicht erwartet wird. Glaube zeigt sich hier nicht im Besitz von Antworten, sondern im Mut, Zeuge zu sein – durch Haltung, Wahrhaftigkeit und ein Leben, das aus dem Licht kommt.

  • Bitten am frühen Morgen

    A: Erfülle uns mit dem Glanz deines Lichtes.

    Lass uns Wege finden, den Tag nicht im Druck, sondern in deiner Nähe zu beginnen,
    – damit unser Tun aus Beziehung wächst.

    Lass uns innehalten, wenn der Morgen leise ist,
    – damit wir die Kraft der erwachenden Schöpfung in uns aufnehmen.

    Lass uns in frohen Tagen mit den Lachenden lachen
    – und in schweren Zeiten mit den Trauernden trauern.

    A: Erfülle uns mit dem Glanz deines Lichtes.

  • Jahreswechsel

    Luzernarfeier in Göttweig

    Stille.
    Die Kirche im Dunkel.
    Nur das ewige Licht.

    Die Mönche ziehen ein.
    Kerze für Kerze
    wandert das Licht.
    Die Kirche wird hell.

    Das Vergangene
    lege ich in Gottes Hände.
    Das Kommende
    nehme ich aus dem Licht.

    Dann Glocken.
    Liebe – Wünsche – Segen.
    Und wieder Ruhe.

    Ein neues Jahr.
    Der Heilige Berg im Schweigen.
    Erste Spuren im Schnee.

    HRP, 31.12.2025, Stift Göttweig

  • Christtag

    Innehalten am Abend

    Im Glauben finden wir Licht und Trost für alles.

    Emilie Engel (Mitgründerin der Schönstätter Marienschwestern, 1893–1955)

    • Wofür brauche ich im Moment Licht und Trost? Ich darf es dem göttlichen Kind anvertrauen.
    • Was bedeutet für mich der Glaube, dass Gott als Kind zur Welt kam?


    Lesung    1 Joh 1, 1–3

    Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkünden wir: das Wort des Lebens. Denn das Leben wurde offenbart; wir haben gesehen und bezeugen und verkünden euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbart wurde. Was wir gesehen und gehört haben, das verkünden wir auch euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt. Wir aber haben Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus.


    Fürbitten

    Jesus, du Sohn des lebendigen Gottes, du bist selbst Kind geworden. Wir bitten dich:

    V: Sei unser Licht,   A: bleib uns nah.

    Segne alle Kinder, die heute geboren werden;
    – lass sie gesund heranwachsen und spüren, dass sie Kinder deines Vaters sind.
    Sei mit allen, die heute Weihnachten feiern;
    – lass dein Licht sie erfüllen und von ihnen ausstrahlen auf die Menschen in ihrer Umgebung.
    Sieh gütig auf jene, die dich nicht kennen,
    – und lass sie deine Liebe und deinen Segen spüren.
    Gedenke der Kinder im Heiligen Land;
    – hilf den Mächtigen, sie besonders zu schützen und im Frieden heranwachsen zu lassen.
    Komm auf alle zu, die heute sterben;
    – lass sie sich ewig mit dir freuen.

    V: Sei unser Licht,   A: bleib uns nah.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch, 12-2025, Abendgebet am 25.12.205