Schlagwort: Licht

  • Lucis creator optime

    Des Lichtes guter Schöpfer du,
    der uns den Glanz des Lichtes schenkt,
    der mit dem ersten Strahl des Lichts
    der Welterschaffung Werk beginnt.

    Du rufst den Morgen aus der Nacht
    und führst den ersten Tag herauf;
    das düstre Chaos sinkt dahin –
    durch deines Wortes Macht gebannt.

    Gib, dass der Mensch durch eigne Schuld
    das Gut des Lebens nicht verliert,
    wenn er des Ew’gen nicht gedenkt
    und in das Böse sich verstrickt.

    Er poche an des Himmels Tor,
    erringe sich des Lebens Preis.
    Fern bleibe, was uns Schaden bringt,
    und rein von Schuld sei unser Herz.

    Dies schenk uns, Vater, voller Macht,
    und du, sein Sohn und Ebenbild,
    die ihr in Einheit mit dem Geist
    die Schöpfung zur Vollendung führt. Amen.

    Nach: Lucis creator optime; 7.–8. Jahrhundert –
    Melodie: GL 90 · GL 1975 704 · KG 679 · EG 469

  • Im Jubel ernten

    Im Jubel ernten, die mit Tränen säen.
    Im Lichte stehen, die noch trauernd sind.

    Wie Träumende werden wir sein,
    als Menschen füreinander
    Wege suchen, Wege wagen
    ins neue Land.

    Wie Träumende werden wir sein,
    als Menschen zueinander
    Schritte finden, Schritte gehen
    ins neue Land.

    Wie Träumende werden wir sein,
    als Menschen miteinander
    Hoffnung schöpfen, Hoffnung schenken
    im neuen Land.

    Im Jubel ernten, die mit Tränen säen.
    Im Lichte stehen, die noch trauernd sind.

    Text: Thomas Laubach (nach Ps 126); Musik: Thomas Quast,
    aus: Das Schweigen bricht, 1987; alle Rechte im tvd-Verlag Düsseldorf

  • Wenn da einer ist

    wenn da einer ist
    und sich selbst vergisst
    gibt es bald noch mehr
    wird der krug nicht leer
    krug krug krug
    gib doch der frau genug

    wenn da einer liebt
    uns sein leben gibt
    werden alle satt
    eine ganze stadt
    stadt stadt stadt
    mach doch die frau da satt

    wenn in einer zeit
    großer dunkelheit
    einer kommt als licht
    rasch die nacht zerbricht
    licht licht licht
    die dunkelheit zerbricht

    als an einem ort
    speise wurd das wort
    kam das ganze land
    fraß ihm aus der hand
    brot brot brot
    wendet not den tod

    Quelle: Wilhelm Willms, meine schritte kreisen um die mitte. neues lied im alten land, 71, © 1984 Butzon & Bercker GmbH, Kevelaer. www.bube.de
    in Anlehnung an 1 Kön 17, 7–16

  • … einen neuen Morgen

    Allmächtiger Gott, du wahres Licht und ewiger Tag, du schenkst uns im Kreislauf der Zeit immer wieder einen neuen Morgen. Vertreibe die Nacht des Bösen und erleuchte unser Herz durch den hellen Glanz deines Kommens.
    Darum bitten wir durch Jesus Christus.

    Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.

    Oration aus dem Morgengebet zum 7.2.2026 in
    Magnificat – das Stundenbuch 2026 – 02

  • Hoffnung und Zuversicht

    Gottes Maßstäbe sind andere als die, die unter uns Menschen gelten. Ihn bitten wir:

    Bitten

    A: Nimm uns an, du unser Vater.

    – Mit unseren Fehlern und Schwächen.
    – Mit unserem Kleinmut und unseren Ängsten.
    – Mit unserer Hoffnung und Zuversicht.

    A: Nimm uns an, du unser Vater.

    Vaterunser

    Oration

    Allmächtiger Vater, komm in unser Herz und erleuchte es durch dein Licht, damit wir deine Weisungen erkennen und dir als unserem König folgen auf dem Weg, den du uns führst. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
    Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch, aus dem Morgengebet vom 30.1.2026

  • Wer hat, dem wird gegeben

    Aus dem hl. Evangelium nach Markus    
    Mk 4, 21–25

    In jener Zeit sprach Jesus: Zündet man etwa eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel oder unter das Bett? Stellt man sie nicht auf den Leuchter? Denn es gibt nichts Verborgenes, das nicht bekannt werden soll, und nichts Geheimes, das nicht an den Tag kommen soll. Wenn einer Ohren hat zum Hören, so höre er!
    Weiter sagte er: Achtet auf das, was ihr hört! Nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden, ja, es wird euch noch mehr gegeben. Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.

    Impuls zum Evangelium

    Licht, das wissen wir, macht nur Sinn, wenn es sichtbar ist. Licht im Verborgenen, dort wo es niemandem nützt, wo es nichts erhellt, ist nutzlos. Im heutigen Evangelium erinnert Jesus daran, dass alle Menschen etwas in sich haben, das leuchten und ausstrahlen kann – Mitgefühl, Achtsamkeit, Gaben und Fähigkeiten. Warum lassen wir sie so oft nicht strahlen, hinausstrahlen zu den Mitmenschen und in die Welt? Warum verstecken wir – gleich dem Licht unterm Bett –, was Gott in uns gelegt hat und was eigentlich zu leuchten bestimmt ist? Aus Bequemlichkeit, Angst, Vorsicht oder anderen Gründen?
    Jesus erinnert daran, das (eigene) Licht ausstrahlen zu lassen, und ermahnt zugleich, aufs Hören, auf Maßstäbe und den mitmenschlichen Umgang zu achten. Er traut jedem und jeder von uns zu, zu leuchten, sichtbar zu sein, wahrhaftig, mutig und einmalig. Nicht perfekt, aber echt. Und unsere Zeit braucht Menschen, die Licht machen, die Licht sind – nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch vom 29.1.2026

  • Licht

    Lasst uns beten zu Gott, dem Grund unserer Hoffnung:

    A: Lass dein Licht leuchten.

    – Für uns, damit wir dich finden
    – In uns, damit wir uns freuen.
    – Durch uns, damit unsere Welt hell wird.

    A: Lass dein Licht leuchten.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch
    aus dem Morgengebet vom 29.1.2026

  • Fürbitten

    Lasst uns beten für alle Menschen, die sich von Gott verlassen fühlen:

    V: Du unser Licht in der Nacht,   A: bleib uns nah.

    Für alle, die sich schwertun, ihren Platz im Leben zu finden;
    – lass sie Halt finden bei nahestehenden Menschen und zugewandten Seelsorgern.
    Für alle, deren Glaubensvorstellungen ins Wanken geraten sind;
    – lass sie in der Begegnung mit anderen Glaubenden neue Sicherheit gewinnen.
    Für alle, die in einer Notsituation der Verzweiflung nahe sind;
    – erweise ihnen deine Treue, wenn selbst das Gebet ihnen nicht weiterhilft.
    Für alle, die von Depression geplagt sind und keine Kraft mehr haben;
    – dass sie sich auf ihr Umfeld verlassen können und in kleinen Schritten zurück ins Leben finden.
    Für alle, denen am Ende ihres Lebens alles zu zerrinnen scheint, worum sie sich abgemüht haben;
    – lass ihnen im Tod der Sinn ihres Einsatzes aufgehen und schenke ihnen die Fülle deines Lebens.

    V: Du unser Licht in der Nacht,   A: bleib uns nah.

    Quelle: Magnificat vom 24.1.2026

  • Sun of my Soul

    Sonne des Lebens, Licht der Welt,
    du hast den Tag für uns erhellt,
    mit deinem Atem uns erfüllt,
    als du uns schufst nach deinem Bild.

    Licht aus der Höhe, Stern der Nacht,
    du hast den Völkern Heil gebracht.
    Wo ist das Dunkel, wo der Tod,
    wenn du uns leuchtest in der Not?

    Tag ohne Abend, Morgenstern,
    du rufst uns heim von nah und fern.
    Selig, wer dich vor Augen hat,
    wenn du uns führst in deine Stadt.

    Achim Budde nach Gen 1 f., Lk 1 f. und Offb 21 f.,
    © beim Autor
    Melodie: Herbert Stanley Oakeley (1830–1903)
    „Sun of my soul, thou saviour dear“ (1874)

  • Te homo laudet

    Dich, hoher Schöpfer,
    lobe der Mensch mit
    Leib und Seele,
    Heil sich erhoffend.
    Klein und gering nur
    steht er im Weltall.

    Doch er allein trägt,
    Schöpfer, dein Abbild
    leuchtend im Geiste,
    wenn er im Leben
    lauteren Herzens,
    Höchster, dir huldigt.

    Gott unsrer Seele,
    Licht unsres Lebens,
    Lob unsrer Lippen:
    Fülle das Herz uns,
    dass wir dich lieben,
    Vater im Himmel.

    Nach: Te homo laudet; Alkuin, † 804