Autor: admin

  • Abendgebet

    O Gott, komm mir zu Hilfe. Herr, eile, mir zu helfen.
    Ehre sei dem Vater … Halleluja.

    Innehalten am Abend

    Heiterer Sinn stärkt das Herz und macht uns beharrlich im Guten.
    Philipp Neri (Heiliger des Tages)


    • Wie kann ich mich und andere stärken und mehr und mehr heiteren Sinnes werden?
    • Mit wem zusammen kann ich mich auf diesen Weg begeben?

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch vom 26.5.2025

  • Neues Leben

    Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.

    Römer 6,9

  • Menschensohn

    Ich, Johannes, sah den Menschensohn. Er sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel des Todes und der Unterwelt.

    vgl. Offb 1, 17c–18

  • Gebete eines Trauerredners

    Hymnus

    Jesus, Sohn Davids,
    erbarme dich meiner.
    Erleuchte du meine Augen,
    dass ich den Weg zu dir finde.

    Mach du meine Schritte fest,
    dass ich vom Weg nicht abirre.

    Öffne du meinen Mund,
    dass ich von dir spreche.

    Du willst, dass ich meine Mitmenschen liebe.
    Lass mich ihnen so dienen,
    dass sie ihr Heil finden
    und in deine Herrlichkeit gelangen.


    Alkuin, † 804, GL 1975 6, 5

  • Gott ist die Liebe

    7 Ihr Lieben, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott.
    8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.
    9 Die Liebe Gottes wurde uns dadurch offenbart, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.
    10 Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.
    11 Ihr Lieben, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.
    12 Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollendet.
    13 Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns bleibt: Er hat uns von seinem Geist gegeben.
    14 Wir haben geschaut und bezeugen: Der Vater hat den Sohn gesandt als Retter der Welt.
    15 Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er bleibt in Gott.
    16 Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen.

    Gott ist Liebe und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.

    17 Darin ist die Liebe bei uns vollendet, dass wir am Tag des Gerichts voll Zuversicht auftreten können; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.
    18 Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, ist in der Liebe nicht vollendet.
    19 Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.
    20 Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht.
    21 Und dieses Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben.

    Joh 4, 7-21

  • Ebenbild

    Gott hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes. Durch ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden. Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.

    Kol 1, 13-15

  • Benedictus

    Lobgesang des Zacharias

    Antiphon zum Benedictus:
    Dafür ist Christus gestorben und zum Leben erstanden: um Herr zu sein über Lebende und Tote. Halleluja.

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! * Denn er hat sein Volk 

    besucht und ihm Erlösung geschaffen;
    er hat uns einen starken Retter erweckt * im Hause seines Knechtes David.
    So hat er verheißen von alters her * durch den Mund seiner heiligen Propheten.
    Er hat uns errettet vor unsern Feinden * und aus der Hand aller, die uns hassen;
    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet / und an seinen heiligen Bund gedacht, * an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;
    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, / ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit * vor seinem Angesicht all unsre Tage.
    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; * denn du wirst dem Herrn vorangehn * und ihm den Weg bereiten.
    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken * in der Vergebung der Sünden.
    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes * wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,
    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, * und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.
    Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit * und in Ewigkeit. Amen.

    Lk 1, 68–79

    Antiphon zum Benedictus:
    Dafür ist Christus gestorben und zum Leben erstanden: um Herr zu sein über Lebende und Tote. Halleluja.

    Bitten
    Gepriesen sei Jesus Christus, der immer wieder Menschen für sich begeistert. Zu ihm lasst uns rufen:

    A: Mach uns zu Zeugen deiner Güte.

    – Gib uns die Schlichtheit des Herzens, dass wir jedem Menschen geschwisterlich begegnen.
    – Verankere das Vertrauen zum Vater in uns, dass wir den Suchenden Halt werden können.
    – Richte dein Kreuz in uns auf, dass wir den Kranken und Leidenden beistehen.

    A: Mach uns zu Zeugen deiner Güte.

    Vaterunser

    Oration
    Gott, du Ursprung unseres Heils, durch die Wiedergeburt in der Taufe hast du uns gerecht gemacht und uns befähigt, ewiges Leben zu empfangen.
    Schenke uns die Fülle dieses Lebens in deiner Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

    Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.


    Wie jeden Tag, so lese ich auch heute das Benedictus im Morgengebet. Allerdings habe ich heute schon sehr früh begonnen, an einer Trauerrede für ein wunderbar gestaltetes Requiem in der Servitenkirche zu arbeiten.

    Und plötzlich sehe ich diesen Text als sehr stimmigen Rahmen für eine Trauerrede – auch außerhalb eines liturgischen Requiems.

  • Hic est dies verus Dei


    Wahrhaft, dies ist der Tag des Herrn,
    verklärt von Gottes heil’gem Licht,
    der Tag, an dem die Schuld der Welt
    durch Jesu Blut wird ausgelöscht.


    Verlorene lässt dieser Tag
    das Licht der Hoffnung wieder sehn.
    Wer ist nicht von der Angst erlöst,
    wenn selbst der Schächer Gnade fand?


    Er, dessen Schuld den Tod verdient’,
    gab sich in Christi Hand und lebt.
    Welch ein Gericht vollzieht sich hier,
    welch ein Geheimnis tut sich kund!


    Was könnte wunderbarer sein,
    als dass aus Schuld nun Gnade wird,
    dass Liebe von der Furcht befreit,
    und Tod das neue Leben schenkt?


    Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
    der aus dem Grabe auferstand,
    dem Vater und dem Geist zugleich
    durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.


    Nach: Hic est dies verus Dei; Ambrosius, † 397
    Melodie: GL 339 · GL 1975 229

  • Gnade, Liebe, Hoffnung

    Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.

    Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

    Röm 5, 1–2.5

  • Dach, Worte, Tisch

    Nur so ein Dach über den Köpfen,
    Tür, die zur Stille offen steht.
    Mauern aus Haut, Fenster wie Augen,
    spähend nach Hoffnung, Morgenrot.
    So voller Leben wird, wie ein Leib
    das Haus, in das wir gehn,
    um recht vor Gott zu stehn.


    Worte von fern, fallende Sterne,
    Funken, vor Zeiten ausgesät.
    Namen für ihn, Träume, Signale,
    tief aus der Welt zu uns geweht.
    Münder aus Erde hören und sehn,
    umfangen, sprechen fort
    das freie Gotteswort.


    Tisch, der uns eint, Brot um zu wissen:
    wir sind einander anvertraut.
    Wunder aus Gott, Menschen in Frieden,
    altes Geheimnis, neu geschaut.
    Brechen und teilen, sein, was nicht geht,
    tun, was undenkbar ist:
    vom Tode auferstehn.


    Huub Oosterhuis (Übersetzung: Peter Pawlowsky), aus: Huub Oosterhuis, Solang es Menschen gibt auf Erden, 84 f., © 2023 Verlag Herder GmbH, Freiburg i. Br.