Schlagwort: Wilhelm Willms

  • das neue leben

    das neue leben
    macht sich auf den weg
    zum alten
    maria zu elisabeth
    und was sie trägt
    in ihres kleides falten
    als knospe bald
    in blüte steht

    und wie sie sich
    in einem geist
    begegnen
    beginnt die wolke
    über ihnen
    abzuregnen

    das neue leben
    regt sich hüpfend
    schon im schoß
    maria preist den
    herrn und singt
    er macht die kleinen groß

    das neue leben
    macht sich auf
    den weg zum alten
    maria kommt in
    unsre zeit
    und uns bewegt
    des geistes walten
    wir sind für eine
    neue zeit bereit

    das haus
    in dem wir weilen
    macht sich weit
    kapelle wird
    zum großen dom
    der reine quell
    ent-sprungen
    in der zeit
    wird bach wird fluß
    ein strom

    Wilhelm Willms, „wagnis und liebe. der gefährliche weg des josef kentenich“,
    S. 51 f., © 1986 Butzon & Bercker GmbH, Kevelaer

  • Wenn da einer ist

    wenn da einer ist
    und sich selbst vergisst
    gibt es bald noch mehr
    wird der krug nicht leer
    krug krug krug
    gib doch der frau genug

    wenn da einer liebt
    uns sein leben gibt
    werden alle satt
    eine ganze stadt
    stadt stadt stadt
    mach doch die frau da satt

    wenn in einer zeit
    großer dunkelheit
    einer kommt als licht
    rasch die nacht zerbricht
    licht licht licht
    die dunkelheit zerbricht

    als an einem ort
    speise wurd das wort
    kam das ganze land
    fraß ihm aus der hand
    brot brot brot
    wendet not den tod

    Quelle: Wilhelm Willms, meine schritte kreisen um die mitte. neues lied im alten land, 71, © 1984 Butzon & Bercker GmbH, Kevelaer. www.bube.de
    in Anlehnung an 1 Kön 17, 7–16