Schlagwort: Ruhe

  • Die weisse Rose

    Beim Tor 9 des Zentralfriedhofs gibt es ein kleines Blumengeschäft, bei dem ich meistens eine weiße Rose kaufe, wenn ich in der Halle 3 Verstorbene einsegne.

    Die weiße Rose ist ein schönes Symbol für das Vorausgehen der reinen Seele zu Gott nach dem Kyrie. Ein Ritual, das religiös und weltlich gut anschlußfähig ist und auf das mich immer wieder die Trauer-Gäste ansprechen.

    Heute habe ich die weiße Rose auf den vereisten Boden unter dem Baum zur Urne gelegt. Sie wird dort zum Symbol für Ruhe in Frieden.

  • Lebensquell

    Manchmal find ich einen Lebensquell.
    Ich kann aus einem Brunnen schöpfen
    kann mich erfrischen und kann trinken
    vom Wasser, das die Sehnsucht stillt.

    Manchmal find ich einen Sonnenstrahl,
    kann durch die dunklen Wolken sehen,
    ich kann ins warme Licht mich stellen,
    ins Licht, das einen Weg mir zeigt.

    Manchmal find ich festes Fundament.
    Da kann ich stehen, kann drauf gehen,
    da kann mein Lebenshaus ich bauen,
    ein Haus, drin ich geborgen bin.

    Manchmal find ich meinen Herzensgrund.
    Da kann ich still sein, kann ich schweigen,
    da kann ich ruhen, kann ich bleiben,
    da find ich mich und finde Gott.

    Helmut Schlegel, © Dehm Verlag, Limburg

  • Sorge Dich nicht – Lebe

    Ich hatte mein ganzes Leben viele Probleme und Sorgen.
    Die meisten von ihnen sind aber niemals eingetreten.

    Mark Twain (1835–1910)

    • Kenne ich das von mir? Welche Sorgen plagen mich heute?
    • Hilft mir die sanfte Erinnerung, dass ich alle diese Sorgen auf Gott werfen darf?

    „Werft alle eure Sorge auf ihn, denn er kümmert sich um euch.“
    (1 Petr 5, 7)

  • Die Stunde lieb ich

    Die Stunde lieb ich, wenn das Licht verglühte,
    der Himmel weiß wird wie Holunderblüte
    und das Geschiedne wieder Frieden schließt,
    als habe Kampf und Zwietracht keinen Sinn.

    Am braunen Hang die Dörfer nun verschwimmen,
    erloschen sind des Tages grelle Stimmen,
    und das Gebirge wird ein Meer und fließt
    in dunklen Wogen still gewaltig hin.

    Ricarda Huch (1864–1947)

    Ricarda Octavia HuchPseudonymRichard Hugo, (* 18. Juli 1864 in Braunschweig; † 17. November 1947 in Kronberg im Taunus) war eine deutsche SchriftstellerinPhilosophin und Historikerin, die als eine der ersten Frauen im deutschsprachigen Raum im Fach Geschichtepromoviert wurde. Sie schrieb Romane und historische Werke, die durch einen konservativen und gleichzeitig unkonventionellen Stil geprägt sind.

    Quelle: Wikipedia Eintrag abgerufen am 21.10.2025

  • Bitten eines Trauerredners

    Gelobt sei Jesus Christus, der uns zu seinen Zeugen berufen hat.

    Ihn lasst uns bitten:

    A: Jesus, komm uns zu Hilfe.

    – Dass wir zur Ruhe kommen und deine Stimme in uns hören.

    – Dass wir unseren Mitmenschen freundlich und aufrichtig begegnen.

    – Dass wir dort, wo es nottut, die richtigen Worte finden.

    A: Jesus, komm uns zu Hilfe.

    nach Magnificat – das Stundenbuch
    Morgengebet vom 13.10.2025