Schlagwort: Reinheit

  • Caeli Deus sanctissime

    Du Gott des Himmels, heil’ger Herr,
    du hast das hohe Firmament
    durch der Gestirne lichte Zier
    mit feuerfarbnem Glanz geschmückt

    Du schufst am vierten Schöpfungstag
    der Sonne goldnes Flammenrad,
    du gabst dem Monde sein Gesetz,
    den Sternen wiesest du die Bahn.

    Und wie die Sonne steigt und sinkt,
    so wird es Tag, so wird es Nacht;
    und Mond und Sterne machen kund
    den Wechsel und das Maß der Zeit.

    Erleuchte, Herr, auch unser Herz.
    Wir sind befleckt; mach du uns rein.
    Zerbrich die Ketten unsrer Schuld
    und nimm von uns des Bösen Last.

    Dies schenk uns, Vater voller Macht,
    und du, sein Sohn und Ebenbild,
    die ihr in Einheit mit dem Geist
    die Schöpfung zur Vollendung führt. Amen.

    Nach: Caeli Deus sanctissime; 7.–8. Jahrhundert
    Melodie: GL 90 · GL 1975 704 · KG 679 · EG 469