Hör. Doch ich kann nicht hören.
Die Ohren zugestopft.
Mein Atem abgeblockt.
Mein leeres Herz wie Blei.
Ich bin noch nicht geboren.
Ich bin nicht ich. Nicht frei.
Hör. Doch ich kann nicht hören.
Würd ich dein Wort verstehn,
dir nach müsste ich gehn,
dir folgen hier und nun.
Fürchte, noch ungeboren,
das Leben auf dich zu.
Hör, rufst du, und ich höre,
da ist die Angst vorbei.
O Ruf durch Mark und Bein,
erweck mich aus dem Grab:
dein Mensch aufs neu geboren –
o Zukunft, lass nicht ab.
Huub Oosterhuis, aus: Ders., Ich steh’ vor dir. Meditationen, Lieder und Gebete, 55, © 2004 Verlag Herder GmbH, Freiburg i. Br.




