Schlagwort: Herz

  • Dankbarkeit am Abend


    Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.

    Jean Baptiste Massillon (französischer Prediger und Bischof, 1663–1742)

    • Wofür danke ich heute Abend besonders?
    • Welche Erinnerungen trage ich dankbar im Herzen, die mich in herausfordernden Momenten stärken können?

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch vom 5.3.2026

  • Gott und der Fuchs

    „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

    — Antoine de Saint-Exupéry, aus: Der kleine Prinz, Kapitel XXI (Der Fuchs)
    Erstveröffentlichung 1943

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    „Gott sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz.“

    Bibel, 1 Sam 16, 7b, rund 6. bis 7 Jahrhundert v. Chr.

  • … einen neuen Morgen

    Allmächtiger Gott, du wahres Licht und ewiger Tag, du schenkst uns im Kreislauf der Zeit immer wieder einen neuen Morgen. Vertreibe die Nacht des Bösen und erleuchte unser Herz durch den hellen Glanz deines Kommens.
    Darum bitten wir durch Jesus Christus.

    Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.

    Oration aus dem Morgengebet zum 7.2.2026 in
    Magnificat – das Stundenbuch 2026 – 02

  • Hoffnung und Zuversicht

    Gottes Maßstäbe sind andere als die, die unter uns Menschen gelten. Ihn bitten wir:

    Bitten

    A: Nimm uns an, du unser Vater.

    – Mit unseren Fehlern und Schwächen.
    – Mit unserem Kleinmut und unseren Ängsten.
    – Mit unserer Hoffnung und Zuversicht.

    A: Nimm uns an, du unser Vater.

    Vaterunser

    Oration

    Allmächtiger Vater, komm in unser Herz und erleuchte es durch dein Licht, damit wir deine Weisungen erkennen und dir als unserem König folgen auf dem Weg, den du uns führst. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
    Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch, aus dem Morgengebet vom 30.1.2026

  • Liebe, dir ergeb ich mich

    Liebe, die du mich zum Bilde
    deiner Gottheit hast gemacht,
    Liebe, die du mich so milde
    nach dem Fall hast wiederbracht:
    Liebe, dir ergeb ich mich,
    dein zu bleiben ewiglich.

    Liebe, die du mich erkoren,
    eh ich noch geschaffen war,
    Liebe, die du Mensch geboren
    und mir gleich wardst ganz und gar:
    Liebe, dir ergeb ich mich,
    dein zu bleiben ewiglich.

    Liebe, die für mich gelitten
    und gestorben in der Zeit,
    Liebe, die mir hat erstritten
    ewge Lust und Seligkeit:
    Liebe, dir ergeb ich mich,
    dein zu bleiben ewiglich.

    Liebe, die mich hat gebunden
    an ihr Joch mit Leib und Sinn;
    Liebe, die mich überwunden
    und mein Herz hat ganz dahin:
    Liebe, dir ergeb ich mich,
    dein zu bleiben ewiglich.

    Liebe, die mich ewig liebet
    und für meine Seele bitt’,
    Liebe, die das Lösgeld gibet
    und mich kräftiglich vertritt:
    Liebe, dir ergeb ich mich,
    dein zu bleiben ewiglich.

    Liebe, die mich wird erwecken
    aus dem Grab der Sterblichkeit,
    Liebe, die mich wird umstecken
    mit dem Laub der Herrlichkeit:
    Liebe, dir ergeb ich mich,
    dein zu bleiben ewiglich.

    Angelus Silesius 1657 – GL 787 (Anhang Köln)

  • Bitten

    Du unser Gott. Ehe wir lieben können, liebst du uns. Ehe wir erkennen, hast du uns erkannt. Wir bitten dich:

    A: Berühre unser Herz.

    – Dass wir uns gesehen fühlen.

    – Dass wir dein Bild in uns entfalten.

    – Dass wir aus deiner Weisheit leben.

    A: Berühre unser Herz.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch vom 18.9.2025

  • Die Liebe bleibt

    In jedem Herzen lebt ein reines Kind – unzerstörbar, voller Licht.
    Christus hat am Kreuz den Tod überwunden und uns gezeigt:
    Dieses Kind in uns bleibt lebendig.

    Darum gilt:
    Die Liebe stirbt nicht.
    Sie lebt.
    Sie siegt.

    Ist dieses Kind die Seele?
    Ist Gott diese Liebe?

    Zu diesen Gedanken hat mich der Impuls zur Herz-Meditation im heutigen Kapitel 242 von „365 Tao“ inspiriert. Wir lesen dieses Buch heuer in unserer Männerrunde.

    Stell dir dein Herz als eine sich öffnende Lotusblüte vor. Aus ihrer Mitte entsteigt ein purpurnes Kind, Rein, unberührt und unschuldig. Eine Meditation gibt diese Anweisung: Stell dir vor, dein Herz öffnet sich in einer roten Lotusblüte. Aus ihrer Mitte entsteigt ein purpurnes Kind. Bringe dieses Kind aus deinem Körper und stell dir vor, wie es über dir schwebt. Du, als Kind, hältst in jeder Hand eine Sonne, während deine Füße auf zwei Monden stehen. Halte dieses Bild so lange wie möglich. Es ist schwer, dieses Kind zum Vorschein zu bringen. Bei dem Versuch erkennt man, wie viele Mauern man um sich errichtet hat. Man erkennt auch, wie die Erfahrungen der Jugend und des Erwachsenenalters ihre Spuren hinterlassen haben. Manchmal bezweifelt man vielleicht, ob man überhaupt ein reines und unschuldiges Selbst hat, das man noch zum Vorschein bringen könnte. Aber es ist in jedem von uns. Jeder von uns muss dieses purpurne Kind finden und hervorholen. Weil dieses Kind eine Zeit verkörpert, in der unsere Energie heil war und unser Herz die Doppelzüngigkeit nicht kannte, die die Welt und uns trübt.

    Deng, Ming-Dao. 365 Tao: Meditationen für jeden Tag des Jahres (Tag 242).

  • Morgengebet

    Gepriesen sei Gott, der uns in Christus zu seinen
    Miterben erwählt hat. Zu ihm lasst uns beten:

    A: Hilf uns, nach deinem Willen zu handeln.

    Komm auf uns zu
    – und tu uns kund, was du für Pläne mit uns hast.
    Nimm uns bei der Hand
    – und lass uns auf deine Führung vertrauen.
    Gib uns den nötigen Mut für neue Aufgaben
    – und bei Durststrecken den Glauben und die Kraft,
    unser Ziel zu erreichen.

    A: Hilf uns, nach deinem Willen zu handeln.

    Vaterunser

    Heiliger Gott, mache unser Herz hell durch den Glanz der Auferstehung deines Sohnes, damit das Dunkel des Todes uns nicht befalle und wir zum ewigen Licht gelangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

    Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch, Morgengebet vom 5.7.2025

  • Ich bin nicht tot

    „Beklagt mich nicht wie einen Toten,
    wenn ich vor Gottes Angesicht lebe.“

    – Redaktion Magnificat nach Aloisius von Gonzaga

    Wer liebt, trauert.
    Wer glaubt, hofft.

    Wenn wir Abschied nehmen,
    sehen wir nur das Äußere:
    den leeren Platz, die Stille, die Leere.

    Aber der Glaube sieht mehr:
    eine Seele, die angekommen ist.

    Ein Herz, das jetzt schlägt im Rhythmus der Liebe Gottes.
    Ein Leben, das vollendet wurde – nicht beendet.

    „Denn wir wissen:
    Wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird,
    dann haben wir von Gott ein ewiges Haus im Himmel.“

    (2 Korinther 5,1)

    Ich bin nicht tot – Ich bin bei Gott

  • Suche Gott

    Suche Gott, du kannst ihn finden,
    tief im Schweigen hörst du ihn.
    Lies in deines Lebens Spuren,
    atme seine Gegenwart.

    Liebe Gott aus ganzem Herzen,
    er hat dich zuerst geliebt.
    Liebe ihn in den Geschwistern,
    öffne ihnen Herz und Sinn.

    Traue Gott, er wird dich tragen,
    birgt dich wie ein starkes Boot,
    führt dich durch der Zeiten Stürme
    sicher hin zum neuen Land.

    Helmut Schlegel 2007
    © Dehm Verlag, Limburg