Schlagwort: Herr

  • Christus sei mir zur Rechten

    Christus sei mir zur Rechten,
    Christus mir zur Linken.
    Er die Kraft.
    Er der Friede.
    Christus sei, wo ich liege.
    Christus sei, wo ich sitze.
    Christus sei, wo ich stehe.
    Christus in der Tiefe,
    Christus in der Höhe,
    Christus in der Weite.
    Christus sei im Herzen eines jeden,
    der meiner gedenkt.
    Christus sei im Munde eines jeden,
    der von mir spricht.
    Christus sei in jedem Auge,
    das mich sieht,
    Christus in jedem Ohr,
    das mich hört.
    Er mein Herr.
    Er mein Erlöser.

    Patrick (385–461) – Quelle der Übertragung unbekannt


    Patrick (385–461), der Glaubensbote und Nationalheilige Irlands, wuchs im römischen Britannien als Sohn eines christlichen Beamten der römischen Besatzungsmacht auf. Mit 16 Jahren wurde er nach Irland verschleppt, als Sklave verkauft und musste dort als Hirte dienen. Während dieser schweren Zeit festigte sich sein Glaube. Nach sechs Jahren gelang ihm die Flucht. 432 jedoch kehrte er als Priester und Missionar nach Irland zurück, wo er Nachfolger des ersten Irenbischofs Palladius wurde. Bei seiner schweren Aufgabe half ihm der Umstand, dass er während seiner Gefangenschaft die dortige Sprache erlernt hatte. Außerdem sollen seine Predigten sehr anschaulich gewesen sein. So soll er z. B. die Dreifaltigkeit anhand eines dreiblättrigen Kleeblatts, des späteren Symbols Irlands, erklärt haben. All das hat wohl dazu beigetragen, dass seine Verkündigung bei den Iren auf fruchtbaren Boden fiel und zu einer tiefen Verwurzelung führte.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch 2026/03

  • zum Leben bestimmt

    Wir sind mitten im Leben
    zum Sterben bestimmt;
    was da steht, das wird fallen.
    Der Herr gibt und nimmt.

    Wir gehören für immer
    dem Herrn, der uns liebt;
    was auch soll uns geschehen,
    er nimmt und er gibt.

    Wir sind mitten im Sterben
    zum Leben bestimmt;
    was da fällt, soll erstehen.
    Er gibt, wenn er nimmt.

    Lothar Zenetti 1970, © Strube-Verlag, München
    GL 818 (Anhang München-Freising) · GL 1975 655 · KG 707


    Lothar Zenetti (* 6. Februar 1926 in Frankfurt am Main; † 24. Februar 2019 ebenda) war ein deutscher römisch-katholischer Theologe, Priester und Schriftsteller. Er erkannte im 2. Weltkrieg seine Berufung und besuchte das „Stacheldraht-Seminar“.


    Heute vor 100 Jahren wurde der Priester und Dichter Lothar Zenetti geboren, der uns mit einem kostbaren Schatz geistlicher Lieder beschenkt hat. Wir bitten Gott, der uns in seine Nähe ruft:

    A: Gib uns die Gabe der Sprache.

    – Bring uns die Bibel nah, dass wir regelmäßig in ihr lesen, und lass uns auch sonst Zeit für gute Lektüre finden.

    – Dass wir treffend ins Wort fassen, was uns bewegt.

    – Dass wir unsere Stimme erheben, wenn anderen Unrecht geschieht.

    A: Gib uns die Gabe der Sprache.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch

  • Segen. Bitten.

    Gesegnet der Mann, der sich auf den Herrn verlässt und dessen Hoffnung der Herr ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn die Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, unablässig bringt er seine Früchte.

    Jer 17, 7–8

    Friedenstaube Friede

    Wir beten zu Christus, der uns heute nahe sein will:

    A: Erhöre uns, Christus.
    – Lass uns ein Segen sein für alle, denen wir heute begegnen.
    – Mache unser Leben zu einem Loblied deiner Gegenwart.
    – Lenke unsere Schritte auf dem Weg des Friedens.
    A: Erhöre uns, Christus.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch vom 23.6.2025