Schlagwort: Güte

  • Gott, Deine Güte

    Gott, deine Güte reicht so weit,
    so weit die Wolken gehen;
    du krönst uns mit Barmherzigkeit,
    und eilst, uns beizustehen.
    Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort,
    vernimm mein Flehn, merk auf mein Wort;
    denn ich will vor dir beten!

    Ich bitte nicht um Überfluss
    und Schätze dieser Erden.
    Lass mir, so viel ich haben muss,
    nach deiner Gnade werden.
    Gib mir nur Weisheit und Verstand,
    dich, Gott, und den, den du gesandt,
    und mich selbst zu erkennen.

    Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm,
    so sehr sie Menschen rühren;
    des guten Namens Eigentum
    lass mich nur nicht verlieren.
    Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht,
    der Ruhm vor deinem Angesicht,
    und frommer Freunde Liebe.

    So bitt ich dich, Herr Zebaoth,
    auch nicht um langes Leben.
    Im Glücke Demut, Mut in Not,
    das wolltest du mir geben.
    In deiner Hand steht meine Zeit;
    lass du mich nur Barmherzigkeit
    vor dir im Tode finden.

    Christian Fürchtegott Gellert (1715–1769),
    Vertonung: Ludwig van Beethoven (1770–1827),
    in: Sechs Lieder von Gellert op. 48, 1

  • Licht

    Lasst uns beten zu Gott, dem Grund unserer Hoffnung:

    A: Lass dein Licht leuchten.

    – Für uns, damit wir dich finden
    – In uns, damit wir uns freuen.
    – Durch uns, damit unsere Welt hell wird.

    A: Lass dein Licht leuchten.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch
    aus dem Morgengebet vom 29.1.2026

  • Fenster

    Ihr sollt sein wie Fenster, durch die Gottes Güte in die Welt hineinleuchten kann.

    Edith Stein (Karmelitin, Philosophin, 1891–1942)

    • In welchen Momenten habe ich Gottes Güte in meinem Leben deutlich gespürt, vielleicht auch erst im Nachhinein?
    • In welchen Situationen fällt es mir schwer, ein „Fenster“ für Gottes Güte zu sein?

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch, Abendgebet am 16.1.2026

  • Gütig

    Über eure Lippen komme kein böses Wort, sondern nur ein gutes, das den, der es braucht, stärkt und dem, der es hört, Nutzen bringt.

    Beleidigt nicht den Heiligen Geist Gottes, dessen Siegel ihr tragt für den Tag der Erlösung! Jede Art von Bitterkeit, Wut, Zorn, Geschrei und Lästerung und alles Böse verbannt aus eurer Mitte!

    Seid gütig zueinander, seid barmherzig, vergebt einander, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat!

    Eph 4, 29–32

  • mein letztes Wort

    Ich trau auf deine Hand,
    dass sie mich wohl behüte,

    weil alle deine Güte
    und Liebe mir bekannt,

    und dass ein sich’rer Hort
    das Unheil von mir wende.

    O Herr, in deine Hände!
    Dies sei mein letztes Wort.


    Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848)

  • Fürbitten

    Jesus von Nazareth, du bist als Mensch zu den Menschen gegangen. Wir rufen zu dir:

    V: Sohn des Höchsten,   A: erhöre unsere Bitten.

    Für alle, die in der Verkündigung tätig sind;
    – verleih ihnen die Gabe, den Menschen aus der Seele zu sprechen.

    Für alle Glaubenden;
    – lass sie durch die Art, wie sie mit ihren Mitmenschen umgehen, deine Güte verkünden.

    Für Menschen, die von schwerer Schuld bedrückt sind;
    – sprich ihnen durch deine Seelsorger Vergebung zu und bahne ihnen einen Weg zurück in die Gemeinschaft.

    Für unsere Verstorbenen;
    – hole sie heim in die ewige Freude.

    V: Sohn des Höchsten,   A: erhöre unsere Bitten.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch
    Abendgebet vom 1.6.2025

    Weitere Fürbitten finden Sie unter den Stichworten „Bitten“ und „Fürbitten“ und zu den jeweiligen Themen.