Schlagwort: Geben

  • zum Leben bestimmt

    Wir sind mitten im Leben
    zum Sterben bestimmt;
    was da steht, das wird fallen.
    Der Herr gibt und nimmt.

    Wir gehören für immer
    dem Herrn, der uns liebt;
    was auch soll uns geschehen,
    er nimmt und er gibt.

    Wir sind mitten im Sterben
    zum Leben bestimmt;
    was da fällt, soll erstehen.
    Er gibt, wenn er nimmt.

    Lothar Zenetti 1970, © Strube-Verlag, München
    GL 818 (Anhang München-Freising) · GL 1975 655 · KG 707


    Lothar Zenetti (* 6. Februar 1926 in Frankfurt am Main; † 24. Februar 2019 ebenda) war ein deutscher römisch-katholischer Theologe, Priester und Schriftsteller. Er erkannte im 2. Weltkrieg seine Berufung und besuchte das „Stacheldraht-Seminar“.


    Heute vor 100 Jahren wurde der Priester und Dichter Lothar Zenetti geboren, der uns mit einem kostbaren Schatz geistlicher Lieder beschenkt hat. Wir bitten Gott, der uns in seine Nähe ruft:

    A: Gib uns die Gabe der Sprache.

    – Bring uns die Bibel nah, dass wir regelmäßig in ihr lesen, und lass uns auch sonst Zeit für gute Lektüre finden.

    – Dass wir treffend ins Wort fassen, was uns bewegt.

    – Dass wir unsere Stimme erheben, wenn anderen Unrecht geschieht.

    A: Gib uns die Gabe der Sprache.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch

  • Marta, Marta…

    „Was hat Marta falsch gemacht?“ – das hätte ich Jesus auch gerne gefragt. P. Johannes Paul Abrahamowicz gibt darauf heute eine klare Antwort.

    Aus dem hl. Evangelium nach Lukas    

    In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn gastlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu.
    Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen zu dienen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen!
    Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat den guten Teil gewählt, der wird ihr nicht genommen werden.

    Lk 10, 38–42

    Predigt im Originalton