Schlagwort: Erbarmen

  • Segnet

    Lesung    1 Petr 3, 8–9

    Seid alle eines Sinnes, voll Mitgefühl und brüderlicher Liebe, seid barmherzig und demütig! Vergeltet nicht Böses mit Bösem noch Kränkung mit Kränkung! Statt dessen segnet; denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.

    Fürbitten

    Lasst uns für die Kirche bitten, das Haus Gottes unter den Menschen:

    V: Heiliger dreifaltiger Gott,   A: wohne in unserer Mitte.

    – Dass in der Gemeinschaft der Glaubenden etwas von deinem unergründlichen Geheimnis spürbar ist.
    – Dass sich die Menschen von deinem Evangelium angesprochen fühlen.
    – Dass deine Liebe und dein Erbarmen in der Kirche leben und unsere Welt durchdringen.
    – Dass unsere Verstorbenen sich ewig an deiner Gegenwart freuen.

    V: Heiliger dreifaltiger Gott,   A: wohne in unserer Mitte.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch, Abendgebet vom 29.1.2026

  • In Not

    Lasst uns beten für alle, die sich in einer Notlage befinden:

    V: Herr, erbarme dich.   A: Christus, erbarme dich.

    – Dass sie mit deiner Hilfe finden, was ihre Not wende
    – Dass sie aus der Nähe zu dir ein starkes Selbstwertgefühl empfangen.
    – Dass sie durch die Begegnung mit Menschen, die ein Leben in Armut gewählt haben, innerlich reich werden.
    – Dass sie in der Solidarität mit anderen Menschen Halt und Lebenssinn finden.
    – Dass sie dir am Ende ihres Lebens getröstet entgegengehen.

    V: Herr, erbarme dich.   A: Christus, erbarme dich.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch 2026/01

  • Wir? Du?

    Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das Gottes besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. Einst wart ihr nicht sein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk; einst gab es für euch kein Erbarmen, jetzt aber habt ihr Erbarmen gefunden.

    1 Petr 2, 9–10


    Wir leben in einer Welt, die oft dunkel wirkt.
    Doch Du bist nicht namenlos im Strom der Zeit.

    Du bist gerufen. Gehalten. Geliebt.
    Du bist Teil eines Volkes, das Licht in die Welt trägt.

    Du musst nicht perfekt sein.
    Du darfst Erbarmen empfangen – und weitergeben.

    Dein Leben ist wertvoll, weil Du es mit Hoffnung füllst,
    durch Zuhören, Helfen, Danken, Vergeben.

    Heute. Jetzt. Und auch morgen.

    Denn wir sind nicht Zuschauer,
    sondern Zeugen der Liebe Gottes,
    die stärker ist als Dunkelheit und Tod.

  • Du Seele meines Betens

    Ich steh vor dir in Leere, arm und bang,
    fremd ist dein Name, spurlos deine Wege.
    Du bist mein Gott, Menschengedenken lang –
    Tod ist mein Los, hast du nicht andern Segen?
    Bist du der Gott, der meine Zukunft hält?
    Ich glaube, Herr, was stehst du mir dagegen.

    Mein Alltag wird von Zweifeln übermannt,
    mein Unvermögen hält mich eingefangen.
    Steht denn mein Name noch in deiner Hand,
    hält dein Erbarmen leise mich umfangen?
    Darf ich lebendig sein in deinem Land,
    darf ich dich einmal sehn mit neuen Augen?

    Sprich du das Wort, das mich mit Trost umgibt,
    das mich befreit und nimmt in deinen Frieden.
    Öffne die Welt, die ohne Ende ist,
    verschwende menschenfreundlich deine Liebe.
    Sei heute du mein Brot, so wahr du lebst –
    Du bist doch selbst die Seele meines Betens.

    Text: Huub Oosterhuis (Übersetzung: Alex Stock), aus: Huub Oosterhuis, Solang es Menschen gibt auf Erden, 60, © 2023 Verlag Herder GmbH, Freiburg i. Br. – Melodie: GL 422 · GL 1975 621 · KG 544 · EG 382
    gefunden in Magnficat – das Stundenbuch am 3.7.2025, Abendgebet