Heute vor 150 Jahren wurde in Dresden Paula Modersohn-Becker geboren, die den frühen deutschen Expressionismus maßgeblich geprägt hat. Ihre schlichte Formensprache und kontrastreiche Farbigkeit suchen ihresgleichen.
Paula Modersohn-Becker im Garten malend Otto Modersohn (1865 – 1943)
Bitten wir Gott, der uns mit unterschiedlichen Gaben beschenkt hat:
A: Bring unser Leben zum Leuchten. – Öffne unsere Augen für die Wirklichkeit, die uns umgibt – Lass uns die Farben, Töne und Gerüche aufnehmen und unser Herz erfüllen. – Bringe ihre Kraft in uns zur Entfaltung, dass wir unsere Welt für alle lebenswert gestalten. A: Bring unser Leben zum Leuchten.
Vaterunser
Oration
Gott, unser Vater, wir sind dein Eigentum und setzen unsere Hoffnung allein auf deine Gnade. Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr und schütze uns. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Das Licht Jesu Christi mache unsere Herzen hell und schenke uns ewige Freude.
Text: Magnificat – das Stundenbuch, Morgengebet vom 8.2.2026
Kurzfassung zur Predigt von P. Johannes Paul Abrahamowicz OSB
Gaudete lädt nicht zu oberflächlicher Freude ein, sondern zu einer nüchternen, tragfähigen Hoffnung. Johannes der Täufer fragt aus dem Gefängnis heraus: Bist du der, der kommen soll? Jesus antwortet sachlich: mit dem, was man sehen und hören kann.
Doch all diese Zeichen sind vergänglich. Geheilte sterben. Auferweckte sterben wieder. Sachlich betrachtet endet alles.
Darum fügt Jesus den entscheidenden Satz hinzu: „Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.“
Der eigentliche Anstoß ist seine Botschaft: Dass das Leben über den Tod hinausgeht. Dass Liebe stärker ist als alles – sogar stärker als der Tod.
Für viele klingt das wie Unsinn. Paulus nennt es offen Torheit – und zugleich die Weisheit Gottes.
Diese Weisheit feiern wir: Eine Liebe, die sich hingibt. Eine Liebe, von der wir leben. Eine Liebe, die nicht aufhört.
Freut euch.
Hans Urs von Balthasar meint zu den Texten von heute:
„Bist du es?“ Es gehört zum kommenden Blutzeugnis des Täufers, dass er im Kerker diese ihm von Gott auferlegte Dunkelheit durchmachen muss. Einen Gewaltigen, der mit Geist und Feuer tauft, hatte er erwartet. Und nun kommt im Evangelium dieser Sanfte, der „den glimmenden Docht nicht löscht“.
Jesus beruhigt seine Unruhe, indem er ihm zeigt, dass die Prophezeiung sich in ihm erfüllt: in leisen Wundern, die gleichzeitig den vertrauenden Glauben fördern: „Selig, wer an mir keinen Anstoß nimmt.“
Vielleicht ist gerade dieses dem Zeugen auferlegte Dunkel der Grund, warum ihn Jesus vor der Volksmenge rühmt: er ist wirklich der, als den er sich verstanden hat: der vor Jesus her geschickte Bote, der den Weg bereitet hat. Er hat sich als bloße Stimme in der Wüste bezeichnet, die dem Wunder des kommenden Neuen vorausklingt, und wirklich: der Kleinste im kommenden Reich ist größer als er, der sich zum Alten gehörig eingeschätzt hat, und der doch als „Freund des Bräutigams“ gerade durch seine platzmachende Demut vom Licht der neuen Gnade überstrahlt wird.
Er steht auf den Ikonen mit Maria der Mutter, die auch vom Alten Bund herkommt und in den Neuen übergeht, rechts und links vom Weltenrichter.