Schlagwort: Brot

  • Wenn da einer ist

    wenn da einer ist
    und sich selbst vergisst
    gibt es bald noch mehr
    wird der krug nicht leer
    krug krug krug
    gib doch der frau genug

    wenn da einer liebt
    uns sein leben gibt
    werden alle satt
    eine ganze stadt
    stadt stadt stadt
    mach doch die frau da satt

    wenn in einer zeit
    großer dunkelheit
    einer kommt als licht
    rasch die nacht zerbricht
    licht licht licht
    die dunkelheit zerbricht

    als an einem ort
    speise wurd das wort
    kam das ganze land
    fraß ihm aus der hand
    brot brot brot
    wendet not den tod

    Quelle: Wilhelm Willms, meine schritte kreisen um die mitte. neues lied im alten land, 71, © 1984 Butzon & Bercker GmbH, Kevelaer. www.bube.de
    in Anlehnung an 1 Kön 17, 7–16

  • Du Seele meines Betens

    Ich steh vor dir in Leere, arm und bang,
    fremd ist dein Name, spurlos deine Wege.
    Du bist mein Gott, Menschengedenken lang –
    Tod ist mein Los, hast du nicht andern Segen?
    Bist du der Gott, der meine Zukunft hält?
    Ich glaube, Herr, was stehst du mir dagegen.

    Mein Alltag wird von Zweifeln übermannt,
    mein Unvermögen hält mich eingefangen.
    Steht denn mein Name noch in deiner Hand,
    hält dein Erbarmen leise mich umfangen?
    Darf ich lebendig sein in deinem Land,
    darf ich dich einmal sehn mit neuen Augen?

    Sprich du das Wort, das mich mit Trost umgibt,
    das mich befreit und nimmt in deinen Frieden.
    Öffne die Welt, die ohne Ende ist,
    verschwende menschenfreundlich deine Liebe.
    Sei heute du mein Brot, so wahr du lebst –
    Du bist doch selbst die Seele meines Betens.

    Text: Huub Oosterhuis (Übersetzung: Alex Stock), aus: Huub Oosterhuis, Solang es Menschen gibt auf Erden, 60, © 2023 Verlag Herder GmbH, Freiburg i. Br. – Melodie: GL 422 · GL 1975 621 · KG 544 · EG 382
    gefunden in Magnficat – das Stundenbuch am 3.7.2025, Abendgebet