Kategorie: Gebete

  • Lazarus

    Bitten

    Christus Jesus, noch bevor du Lazarus wiedererwecktest, bekannte Marta dich als den König des Lebens. Dich bitten wir:

    A: Lass uns auf deine Hilfe vertrauen.

    Wenn wir uns in der Betrachtung deines Erlösungswerkes gesammelt und mit dir zum Vater gebetet haben,
    – hilf uns, in deinem Sinn zu handeln.

    Wenn ein lieber Mensch nicht mehr bei uns ist,
    – sei du uns nah mit deinem Trost.

    Wenn wir Trauernden begegnen,
    – gib, dass wir sie nicht vertrösten, sondern durch unser Dasein stärken.

    A: Lass uns auf deine Hilfe vertrauen.

    Vaterunser

    Oration

    Herr, unser Gott, dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt dem Tod überliefert. Lass uns in seiner Liebe bleiben und mit deiner Gnade aus ihr leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
    Der Herr lasse uns wachsen
    und reich werden an Liebe zueinander und mache unser Herz stark und untadelig in Heiligkeit vor unserem Gott und Vater.“

    Quelle: aus dem Morgengebet zum 5. Fastensonntag in Magnificat – das Stundenbuch vom März 2026

  • Christus sei mir zur Rechten

    Christus sei mir zur Rechten,
    Christus mir zur Linken.
    Er die Kraft.
    Er der Friede.
    Christus sei, wo ich liege.
    Christus sei, wo ich sitze.
    Christus sei, wo ich stehe.
    Christus in der Tiefe,
    Christus in der Höhe,
    Christus in der Weite.
    Christus sei im Herzen eines jeden,
    der meiner gedenkt.
    Christus sei im Munde eines jeden,
    der von mir spricht.
    Christus sei in jedem Auge,
    das mich sieht,
    Christus in jedem Ohr,
    das mich hört.
    Er mein Herr.
    Er mein Erlöser.

    Patrick (385–461) – Quelle der Übertragung unbekannt


    Patrick (385–461), der Glaubensbote und Nationalheilige Irlands, wuchs im römischen Britannien als Sohn eines christlichen Beamten der römischen Besatzungsmacht auf. Mit 16 Jahren wurde er nach Irland verschleppt, als Sklave verkauft und musste dort als Hirte dienen. Während dieser schweren Zeit festigte sich sein Glaube. Nach sechs Jahren gelang ihm die Flucht. 432 jedoch kehrte er als Priester und Missionar nach Irland zurück, wo er Nachfolger des ersten Irenbischofs Palladius wurde. Bei seiner schweren Aufgabe half ihm der Umstand, dass er während seiner Gefangenschaft die dortige Sprache erlernt hatte. Außerdem sollen seine Predigten sehr anschaulich gewesen sein. So soll er z. B. die Dreifaltigkeit anhand eines dreiblättrigen Kleeblatts, des späteren Symbols Irlands, erklärt haben. All das hat wohl dazu beigetragen, dass seine Verkündigung bei den Iren auf fruchtbaren Boden fiel und zu einer tiefen Verwurzelung führte.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch 2026/03

  • Dankbarkeit am Abend


    Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.

    Jean Baptiste Massillon (französischer Prediger und Bischof, 1663–1742)

    • Wofür danke ich heute Abend besonders?
    • Welche Erinnerungen trage ich dankbar im Herzen, die mich in herausfordernden Momenten stärken können?

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch vom 5.3.2026

  • Bitten

    Arm und gebeugt stehen wir vor dir, du unser Vater. Wir bitten dich:

    A: Schenk uns Vertrauen und Trost.

    – Wenn wir vor unserer Endlichkeit erschrecken, lass uns spüren, dass du uns liebst
    – Wenn uns Zweifel und Versagen belasten, nimm uns bei der Hand und wende unser Leben zum Guten.
    – Wenn wir krank oder einsam sind, komm auf uns zu und lass uns dein Angesicht schauen.

    A: Schenk uns Vertrauen und Trost.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch

  • Fürbitten in der Fastenzeit


    Christus Jesus, du auferweckst uns schon hier zu deinem neuen Leben. Wir rufen zu dir:

    V: Kyrie, eleison.   A: Christe, eleison

    Bewahre deine Glaubenden davor, dich nur mit den Lippen zu bekennen;
    – lass sie ihren Mitmenschen deine Liebe erweisen.
    Berufe in unserer Zeit Männer und Frauen zum Dienst in der Kirche,
    – damit sie die Menschen auf dem Weg zu einem Leben in Fülle begleiten.
    Gewähre allen Trauernden die Gnade, die bleibende Gemeinschaft mit ihren Verstorbenen zu erfahren,
    – und sende ihnen Menschen, die ihnen neue Freude am Leben schenken.
    Vollende das neue Leben, das du deinen Glaubenden einpflanzt, an unseren Verstorbenen
    – und erwecke sie zu deiner Herrlichkeit.

    V: Kyrie, eleison.   A: Christe, eleison.

    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch, Abendgebet vom 25.2.2069

  • Demut

    Lasst uns Gott bitten um die Gabe der Demut:

    A: Kyrie, eleison.

    – Dass uns bewusst bleibt, wie viel wir deiner Güte verdanken.
    – Dass wir uns nicht über andere erheben.
    – Dass wir voll Freude tun, was heute unsere Aufgabe ist, auch wenn es uns klein und unbedeutend vorkommt.

    A: Kyrie, eleison.

  • Sinn – Fürbitten

    Gott, unser Leben, viele Menschen suchen nach Sinn und finden ihn nicht. Wir bitten dich:

    A: Weise uns deine Wege.

    – Dass sie Menschen finden, die sie bei ihrer Suche begleiten.
    – Dass sie deine Stimme hören und deine Spuren erkennen lernen.
    – Dass sie deiner Fülle begegnen und innerlich fühlen, wie nah du ihnen bist.
    – Dass sie Mut finden, sich ganz auf dich zu verlassen.

    A: Weise uns deine Wege.

    Quelle: Fürbitten am 19.2.2026 aus dem Abendgebet in Magnificat – das Stundenbuch.

  • … einen neuen Morgen

    Allmächtiger Gott, du wahres Licht und ewiger Tag, du schenkst uns im Kreislauf der Zeit immer wieder einen neuen Morgen. Vertreibe die Nacht des Bösen und erleuchte unser Herz durch den hellen Glanz deines Kommens.
    Darum bitten wir durch Jesus Christus.

    Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.

    Oration aus dem Morgengebet zum 7.2.2026 in
    Magnificat – das Stundenbuch 2026 – 02

  • Certum tenentes ordinem

    Schon wirft die Erde sich zur Nacht
    des dunklen Mantels Falten um.
    Der Schlaf, des Todes sanftes Bild,
    führt uns dem Grab des Schlummers zu.

    Wenn uns die schwarze Nacht umhüllt,
    sind wir von Traum und Wahn bedrängt,
    bedroht von Zweifel und von Angst,
    der Macht des Bösen ausgesetzt.

    Christus, du Leben, Wahrheit, Licht,
    wachsamer Hüter, sei uns nah,
    dass hell der Glaube in uns wacht,
    auch in des Schlafes dunkler Zeit.

    Den Sohn und Vater bitten wir
    und auch den Geist, der beide eint:
    Dreiein’ge Macht, die alles lenkt,
    behüte uns in dieser Nacht. Amen.

    Nach: Certum tenentes ordinem; 7.–8. Jahrhundert
    Melodie: GL 297 · GL 1975 178 · KG 395 · EG 79

  • Veni, Creator Spiritus

    Komm, Heil’ger Geist, der Leben schafft,
    erfülle uns mit deiner Kraft.
    Dein Schöpferwort rief uns zum Sein:
    Nun hauch uns Gottes Odem ein.

    Komm, Tröster, der die Herzen lenkt,
    du Beistand, den der Vater schenkt;
    aus dir strömt Leben, Licht und Glut,
    du gibst uns Schwachen Kraft und Mut.

    Dich sendet Gottes Allmacht aus
    im Feuer und in Sturmes Braus;
    du öffnest uns den stummen Mund
    und machst der Welt die Wahrheit kund.

    Entflamme Sinne und Gemüt,
    dass Liebe unser Herz durchglüht
    und unser schwaches Fleisch und Blut
    in deiner Kraft das Gute tut.

    Die Macht des Bösen banne weit,
    schenk deinen Frieden allezeit.
    Erhalte uns auf rechter Bahn,
    dass Unheil uns nicht schaden kann.

    Lass gläubig uns den Vater sehn,
    sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
    und dir vertraun, der uns durchdringt
    und uns das Leben Gottes bringt.

    Den Vater auf dem ew’gen Thron
    und seinen auferstandnen Sohn,
    dich, Odem Gottes, Heil’ger Geist,
    auf ewig Erd und Himmel preist. Amen.

    Nach: Veni, Creator Spiritus; Rabanus Maurus, † 856
    Melodie: GL 342 · GL 1975 241 · KG 481