Heute vor zehn Jahren wurde ich mit dem ersten Preis der Fachjury im Speaker Slam ausgezeichnet. Dieser Berufsredner-Wettbewerb ging damals gerade in seine zweite Auflage. Im Finale traten 25 Bewerber aus dem deutschsprachigen Europa an.

Die Sieger des Speaker Slam 2016 mit der Jury.
Damals hielt ich Vorträge — in Unternehmen, auf Kongressen und Veranstaltungen im In- und Ausland. Das Thema war oft „Leadership in a VUCA World“. Im Auditorium saßen vor allem Managerinnen und Manager.
Heute höre ich zuerst trauernden Menschen lange zu und begleite sie durch ihren Schmerz — hinein in Hoffnung, Zuversicht und Liebe.
Am Ende bete ich mit allen Anwesenden, spreche ihnen Segen zu und sie wünschen einander Frieden statt bloß Beileid. Es bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe. Und die Liebe ist stärker als der Tod.
Dazwischen halte ich eine kurze Rede, die einen verstorbenen Menschen ehrt. Die Rede ist dabei jener Teil, den auch klassische Trauerredner gestalten.
Oft erst Wochen später führe ich Trauerfamilien auf die Orgelempore des Stephansdoms. Dort werden wir still und dankbar. Wir spüren die Nähe des unaussprechlich Größeren.
Amor vincit – die Liebe siegt.
(c) Foto OÖN aus dem Pressearchiv des Veranstalters


